Erfolg für den Kiebitzschutz - Brutbilanz 2025
Gezielte Maßnahmen zeigen Wirkung: 2025 hat sich die Anzahl der betreuten Kiebitznester dank erfolgreicher Zusammenarbeit mehr als verdoppelt!
Die Zahl der vom NABU betreuten Kiebitznester ist in Hamburg von 58 im letzten Jahr auf 132 gestiegen. Gemeinsam mit dem BUND konnte das Projekt Kiebitzkieker in 2025 insgesamt 151 Nester betreuen – ein beeindruckender Erfolg für den Kiebitzschutz!
Entscheidend für diesen Erfolg ist die enge Zusammenarbeit mit Landwirt*innen. Immer mehr Betriebe beteiligen sich am Schutz des Kiebitzes, indem sie Maßnahmen wie das Markieren und Umfahren von Nestern oder die Schaffung ungestörter Brutbereiche, die Kiebitzinsel, umsetzen. Besonders erfreulich ist, dass nicht nur bestehende Partner*innen weiterhin mitwirken, sondern auch neue Landwirt*innen dazugewonnen werden konnten. Diese Kooperation zeigt: Naturschutz und Landwirtschaft müssen keine Gegensätze sein – im Gegenteil, gemeinsam lassen sich Lösungen finden.
Das Projekt KiebitzKieker ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem BUND Hamburg und der Umweltbehörde BUKEA. Der NABU betreut mit Bergedorf den Hamburger Bezirk, in dem die meisten Kiebitze brüten, aber auch die Bezirke Wandsbek und Nord. Anfang des Jahres wurden bei der ersten hamburgweiten Kiebitzsynchronzählung 289 Brutpaare in ganz Hamburg gezählt. Im gesamten Norden wurden dabei keine brütenden Vögel gesichtet. Im Laufe der Brutzeit konnten in Wohldorf zumindest einzelne Kiebitze beobachtet werden, die in diesem Jahr jedoch nicht brüteten.
Für die Zusammenarbeit aller Partner*innen ist der Anstieg der betreuten Kiebitznester ein toller Beweis. Dennoch hat der Kiebitz noch mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das extrem trockene Frühjahr machte es schwer, Nahrung zu finden. Auf den aufgestellten Nestkameras wurden häufig Füchse und andere Fressfeinde aufgenommen, die zu vielen verlorenen Gelegen führten. Umso wichtiger ist der Schutz!
Der Zuwachs auf 151 betreute Nester zeigt deutlich: Schutzmaßnahmen greifen, wenn sie koordiniert, praxisnah und partnerschaftlich gestaltet werden.
Das Projekt Kiebitzkieker startete 2024 und wird im Bereich Wilhelmsburg von Henning Loch (BUND) und in den Vier- und Marschlanden von Ilka Nüske (NABU) betreut. Unterstützt werden sie von engagierten Ehrenamtlichen / Aktiven aus der jeweiligen Region. Gefördert wird das Projekt von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA).